Großbritannien und die Europäische Union haben sich auf den Entwurf eines Abkommens geeinigt, mit dem der Brexit, der Austritt des Landes aus der EU, geregelt werden soll. Das britische Kabinett hat den 585 Seiten langen Entwurf nach fünfstündiger Debatte gebilligt. Doch noch muss das Parlament zustimmen – und dort haben schon mehrere Gruppen Widerstand angekündigt.
Sollte der Austrittsvertrag jedoch so aussehen wie der Entwurf, dürfte die Wirtschaft auf beiden Seiten des Ärmelkanals zufrieden sein. Großbritannien bliebe dann nach dem offiziellen Ausstieg am 29. März 2019 noch bis Ende 2020 sowohl Teil des Binnenmarkts als auch der Zollunion – was bedeutet, dass sich für die Wirtschaft zunächst einmal nicht viel ändern und das befürchtete Chaos ausbleiben würde. Die globalen Lieferketten der Autobauer sind auf reibungslosen und zollfreien Verkehr über die Grenzen angewiesen.
Das betrifft nicht nur britische Hersteller wie Mini, Rolls-Royce oder Jaguar Land Rover, sondern auch ausländische Hersteller, die in Großbritannien Autos bauen wie etwa Ford oder Nissan. Zollgrenzen würden nicht nur die Autos teurer machen, sie würden auch die Produktion deutlich erschweren, weil Komponenten nicht mehr so einfach von einem Land ins andere transportiert werden könnten.