Großbritanniens Premierministerin Theresa May hat schnell einen neuen Brexit-Minister gefunden: Dominic Raab wird Nachfolger von David Davis, der am Sonntagabend zurückgetreten war. Der Rücktritt hatte die Regierung von May in die Krise gestützt. Die Premierministerin regiert ohnehin nur mit knapper Mehrheit und steht von mehreren Seiten unter Druck. Neun Monate vor dem Austrittsdatum am 29. März 2019 ist das künftige Verhältnis zwischen Großbritannien und den übrigen EU-Staaten nach wie vor ungeklärt.
Das stellt nicht zuletzt die Autoindustrie vor große Probleme. Am stärksten betroffen sind der britische Hersteller Jaguar Land Rover und der deutsche Konzern BMW, dessen Tochtermarken Mini und Rolls-Royce von der Insel stammen. Doch auch Hersteller wie Nissan, Ford und die Opel-Tochter Vauxhall produzieren in Großbritannien. Betroffen sind alle Hersteller, die Autos in Großbritannien anbieten, weil deren Einfuhr künftig teurer werden dürfte.