Düsseldorf. Der Telekommunikationskonzern Vodafone wird im Dezember ein Diagnose- und Tracking-Tool für das Auto auf den Markt bringen, erklärte Erik Brenneis, seit 2009 als Director M2M für das weltweite Machine-to-Maschine Geschäft von Vodafone verantwortlich.
Die Drivexone genannte Box mit eingebetteter SIM-Karte und GPS-Modul wird dabei an den ODB2-Port des Autos angeschlossen. Sie liefert Informationen zum Batterie-Ladestand, Fehlercodes bei Störungen der Fahrzeugtechnik, dem Chassis des Wagens oder der Tankfüllung und zum Fahrverhalten. Auch Daten wie Geschwindigkeit, Fahrzeit, zurückgelegte Strecke und besuchte Orte lassen sich abrufen. Zudem lässt sich auch der Standort des Wagens ermitteln.
Die Drivexone-Box übermittelt die Wartungs- und Fahrinformationen an eine für Android-Smartphones und -Tablets sowie für das iPhone und iPad verfügbare App. Allerdings lässt sich die angeschlossene Tracking-Device nicht abschalten. Autofahrer die nicht wollen, dass eine Fahrt nachverfolgt werden kann, müssen das Gerät abstöpseln. In Gebieten ohne Mobilfunkempfang kann Drivexone die aufgezeichneten Daten bis zu vier Stunden lang speichern.
Die Lösung ist ein Beispiel für den Ausbau des Automobilgeschäfts von Vodafone. Seit der Übernahme des italienischen Unternehmens Cobra im Sommer dieses Jahres gehören die Briten zu den weltweit führenden Anbietern von Telematik-Services und elektronischen Machine-to-Machine-Systemen (M2M) für die Automobilbranche. Zu den Kunden zählen Fahrzeughersteller wie Audi, Bentley, Ferrari und Porsche. Brenneis ist seit August 2014 als Vorstandschef für das weltweite Geschäft des Automobilzulieferers Cobra verantwortlich.