Wiesbaden. Die Technologieberatung Invensity befürwortet den Einsatz von Verkehrsminister Dobrindt, rechtliche Regeln für den Einsatz von autonomen Fahrzeugen einzuführen. „Dieser Schritt ist dringend nötig: In der Entwicklung sind wir längst bereit: In zehn bis fünfzehn Jahren wird autonomes Fahren am Markt selbstverständlich sein. Die wirklichen Probleme liegen in fehlenden Gesetzen: Bei einem Unfall ist heute zum Beispiel klar, dass die Schuld beim Fahrer liegt. Fährt das Auto aber selbst, müssen sich Hersteller und Entwickler erst geeinigt haben, wer im Schadensfall die Schuld auf sich nimmt. Bisher ist das nicht der Fall. Solange solche Hausaufgaben nicht gemacht sind, wird autonomes Fahren in Deutschland keinen Erfolg haben und andere Länder werden in der Entwicklung an uns vorbeiziehen“, prophezeit Paul Arndt, Leiter des Kompetenzzentrums Software Engineering bei Invensity.
In den durch das Verkehrsministerium angekündigten Teststrecken liegt nach Angaben der Wiesbadener keine langfristige Lösung. Zwar sind die Strecken wertvoll, um noch bestehende Herausforderungen wie etwa die Energieversorgung verlässlich zu lösen. Parallel sei allerdings die Politik gefordert, die geplanten rechtlichen Rahmenbedingungen möglichst schnell umzusetzen und damit die Marktreife des autonomen Autos überhaupt möglich zu machen.