Auch wenn das Angebot an Carsharing wächst und das eigene Auto die meiste Zeit nutzlos herumsteht – die meisten deutschen Autobesitzer können sich nicht vorstellen, auf ihr eigenes Auto zu verzichten oder es mit anderen zu teilen. Ein Ende des Fahrzeugbesitzes sei nicht in Sicht, sagte Wolf-Dieter Hoppe, Associate Direktor bei Arthur D. Little. Die Unternehmensberatung hat eine Studie zum Thema Mobilität durchgeführt. "Carsharing wird das private Fahrzeug nicht verdrängen – es bleibt eher eine zusätzliche Mobilitätsoption." Für 71 Prozent der Deutschen war es bei der Umfrage genauso wichtig, ein eigenes Auto zu besitzen, wie vor zehn Jahren. Für 15 Prozent ist es sogar wichtiger, für 13 Prozent weniger wichtig.
Bei Thema Elektromobilität sind die Deutschen noch skeptischer. Selbst wenn alle Hindernisse wie hohe Preise, begrenzte Reichweite und schlechte Infrastruktur beseitigt wären, könnten sich momentan nur knapp zehn Prozent der Befragten vorstellen, ein Elektroauto zu kaufen. Obwohl jetzt die ersten Serienmodelle deutscher Hersteller auf den Markt kommen und für die kommenden Jahre eine Modelloffensive angekündigt ist, ist es demnach fraglich, wie schnell die E-Mobilität sich durchsetzt.