Aurora. Herbert Demel ist zum 1. Juli als Chief Strategy Officer bei Magna International zurückgetreten. Der gebürtige Wiener, der im Herbst 60 wird, wird für das Unternehmen aber noch beratend tätig sein. Anfang des Jahres wurde ihm die Honorarprofessur an der Technischen Universität Wien verliehen. Der 59-jährige hat für den Magna-Konzern in verschiedenen Führungspositionen bei Magna Steyr, Magna Powertrain und Magna International gearbeitet. Als Präsident war er für Magna China, Indien, Südost-Asien und Südamerika zuständig.
Demel startete seine Karriere 1984 bei Bosch, wo er für die Entwicklung des Antiblockiersystems (ABS) und für die Qualitätssicherung zuständig war. 1990 wechselte er zu Audi nach Ingolstadt. Dort wurde er Leiter der Abteilung für Motoren und Antriebsentwicklung. Drei Jahre später saß er für den Geschäftsbereich Technische Entwicklung im Vorstand. 1994 wurde er Sprecher des Vorstands und 1995 schließlich Vorstandsvorsitzender und löste damit Franz-Josef Kortüm ab. 1997 wurde er von Audi abgezogen und von VW-Chef Ferdinand Piech nach Südamerika berufen, um die Tochtergesellschaft Volkswagen do Brasil zu sanieren.Demel gibt bei Magna Posten als Chef-Stratege ab
Der langjährige Automanager Herbert Demel ist nach einem Pressebericht als Chief Strategy Officer zum 1. Juli bei Magna International zurückgetreten. Der 59-jährige wird für das Unternehmen künftig aber noch beratend tätig sein.
Kurzes Gastspiel bei Fiat
Als 2001 ein Nachfolger Piechs an der VW-Spitze gesucht wurde, war auch Demel als Kandidat im Gespräch. Der VW-Aufsichtsrat entschied sich jedoch für Bernd Pischetsrieder. Herbert Demel verließ daraufhin den VW-Konzern und kehrte in seine Heimat Österreich zurück, wo er ab Oktober 2002 die Europa-Aktivitäten von Magna Steyr leitete und den Börsengang vorbereiten sollte, verließ das Unternehmen ein Jahr später aber bereits wieder.
Im November 2003 wechselte er zum italienischen Autobauer Fiat und wurde mit der Sanierung der Autosparte beauftragt. Er war der erste Nicht-Italiener an der Spitze von Fiat Auto. Bereits nach 15 Monaten wurde er, aufgrund von unterschiedlichen strategischen Zielsetzungen, vom Fiat-Konzernchef Sergio Marchionne entlassen.Im Juni 2005 kehrte er wieder zu Magna zurück und leitete die Powertrain-Gruppe. Am 31. März 2007 übernahm Demel erneut die Leitung von Magna Steyr und folgte damit Manfred Remmel nach, der aus gesundheitlichen Gründen von seinem Posten zurücktrat.
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