Künftig bietet Daimler auf dem afrikanischen Markt die Bus-Modelle MB 917 und MB 1730 an. Der MB 917 ist ein Stadtbus für bis zu 37 Personen, der MB 1730 hat Platz für maximal 60 Fahrgäste und eignet sich für längere Reisen. Beide Modelle punkten Daimler zufolge mit deutlich mehr Komfort und Sicherheit als die bisher in Afrika üblichen Busse. So verfügen sie beispielsweise über ABS und Präzisionslenkung, was in Afrika nicht selbstverständlich ist.
Daimler baut Busse in Kenia
Die Produktion erfolgt vor Ort in Nairobi in Zusammenarbeit mit dem lokalen Vertriebspartner DT Dobie Kenya. Die Fahrgestelle stammen aus Werken in Indien und Brasilien und haben sich auf schlechten Straßen bewährt. Daimler rechnet künftig mit einem Gesamtmarkt von rund 2500 Bussen in Kenia in naher Zukunft. Zur Region Ost-, Zentral- und Westafrika zählt Daimler neben Kenia noch 40 weitere Märkte, denen der Konzern ebenfalls hohe Wachstumsraten zutraut.
Das Regionalzentrum des Konzerns befindet sich in Nairobi, wo auch die Busse montiert werden. Es ist für alle Daimler-Nutzfahrzeuge von den Stadtbussen bis zu den schweren Lkw der Marken Mercedes-Benz und Fuso zuständig. Die Region, u der auch die Länder Nigeria, Tansania, Kamerun und Ghana gehören, hat insgesamt 770 Millionen Einwohner. Hohes Wachstumspotenzial sieht Daimler vor allem aufgrund der Bevölkerungsstruktur: 68 Prozent der Bevölkerung sind unter 25 Jahre alt. Dieser Wert ist nirgends auf der Welt so hoch wie dort. Zudem ist das Bruttoinlandsprodukt in den letzten Zehn Jahren um durchschnittlich fünf Prozent gewachsen. Kenia hat das vierthöchste Bruttoinlandsprodukt Afrikas. Zudem haben sich die ausländischen Direktinvestitionen seit dem Jahr 2000 versechsfacht. Daimler geht davon aus, dass die Nachfrage nach Bussen analog zur Bevölkerungszahl steigen wird.
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