Neu-Isenburg. Das Compuware-Tochterunternehmen Covisint hat die nächste Generation seiner Lösungen für vernetzte Fahrzeuge auf dem Automotive News Europe Congress in Paris gezeigt. Zudem wurden in einem sogenannten Whitepaper die Schlüsselthemen für die Autohersteller dargestellt.
Das Papier zeigt unter anderem, dass der künftige Erfolg für Autohersteller sowohl davon abhängt, wie erfolgreich Fahrzeughersteller Cloud-Technologien in intelligente Fahrzeuge integrieren, als auch die digitalen Lebensstile ihrer Kunden unterstützen. Die neue Studie von Covisint mit dem Titel "Your Customer is Connected - Are You?“ kommt zu folgenden Kernaussagen: Kunden sind zwar aufgeschlossen für zukünftige Technologien, sie erwarten aber Mehrwert und konkrete Vorteile. Dies verändert die Einstellung der Branche, die nicht mehr das Fahrzeug, sondern den Besitzer in den Mittelpunkt stellt. Bislang hatten die Hersteller nur etwa zehn Stunden lang direkten Kontakt mit dem Autobesitzer während der Kaufentscheidung – bei einem durchschnittlichen Autobesitz von 1460 Tagen. Über Anwender-zentrierte Technologien kann der OEM nun permanent direkt mit dem Besitzer kommunizieren und von lukrativen Umsatzmöglichkeiten profitieren. Und zwar während der gesamten Dauer der Autonutzung. Da die reine Datenmenge auch in Zukunft ansteigt, wird eine unabhängige Interoperabilitätsplattform wie Covisint immer wichtiger, um erfolgreich Mehrwertdienste von verschiedenen Quellen zu integrieren und auszuführen.Covisint-Studie zu vernetzten Fahrzeugen
Anlässlich des Automotive News Europe Congresses hat eine Konnektivitäts-Studie des IT-Unternehmens Covisint den Stand der Entwicklung und künftige Geschäftschancen für die Fahrzeugindustrie aufgezeigt.
Integration in die vernetzten Lebensstile der Kunden
"Die Automobilindustrie erreicht einen kritischen Wert der Nachfrage nach Anwender-zentrierten Diensten für vernetzte Fahrzeuge über die Cloud“, erklärt Gregg Garrett, Mitautor der Studie und CEO/Gründer von CGS Advisors. "Die Erwartungen werden zunehmend von der vernetzten Umgebung außerhalb des Fahrzeugs beeinflusst, und diese fundamentale Veränderung ist für einige OEMs erfolgskritisch. So wird das weitere Überleben mancher Autohersteller auch davon abhängen, wie gut sie ihre Services in Fahrzeuge, über die gesamte Marke und letztlich in die vernetzten Lebensstile ihrer Kunden integrieren.“
Traditionell stellen Fahrzeughersteller das Auto in den Mittelpunkt und konzentrieren sich vor allem auf Design, Antriebsstrang, Leistung und Zusatzfunktionen. Obwohl diese Bereiche weiterhin wichtig sind, benötigen Fahrzeughersteller künftig gemäß des Whitepapers ein umfassendes, vernetztes Angebot für Konsumenten über Webpräsenzen, mobile Geräte und das Fahrzeug. Vernetzung ist nicht länger "einfach nur eine weitere Fahrzeugfunktion“, sondern ein entscheidendes Kaufkriterium, mit dem Auto selbst als nur einem weiteren Bestandteil des digitalen Lebensstils des Besitzers.
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