Peking. Die nationale Entwicklungs- und Reform-Kommission der Volksrepublik China untersucht, ob ausländische Autohersteller den freien Wettbewerb beim Ersatzteilhandel behindern. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg. Betroffen sind die deutschen Premiummarken Audi, BMW und Mercedes sowie mehrere japanische Hersteller. Der Vorwurf lautet, die Unternehmen hätten Zulieferer dazu gedrängt, Ersatzteile nur an eigene Handelsbetriebe zu liefern. Eine Bestätigung von Herstellern oder chinesischen Behörden gibt es bisher nicht.
Chinesische Medien kritisierten die hohen Preise von Ersatzteilen. Im vergangenen Monat hatte bereits das Verkehrsministerium die Hersteller aufgerufen, auch freien Werkstätten den Zugang zu Original-Ersatzteilen zu ermöglichen.
Bereits im Dezember hatte das chinesische Staatsfernsehen Jaguar Land Rover, Subaru und Audi beschuldigt, zu hohe Preise für Ersatzteile zu verlangen. Die Unternehmen wiesen die Vorwürfe damals zurück. Subaru wies darauf hin, kein Werk in China zu haben, was zu höheren Preisen führe.