Bisher sind chinesische Autobauer auf dem europäischen Markt stets gescheitert. Aber das soll sich ändern, wenn es nach den Plänen von Chen Anning, dem Chef von Chery, geht. "Von 2020 an oder später" soll es soweit sein, sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Zunächst soll das SUV Exeed TX angeboten werden, "zu einem Grundpreis von etwa 30.000 Euro". Deutschland könnte durchaus zu den ersten europäischen Märkten zählen. In der Nähe von Frankfurt planen die Chinesen ein Entwicklungszentrum, noch ist aber unklar, wo genau es stehen soll und wie viel Geld dort investiert wird. In den Zentrum will Chery sowohl Technik als auch Design entwickeln lassen. In den kommenden Monaten soll die endgültige Entscheidung fallen, die ersten Fachleute werden dem Chery-Chef zufolge bereits gesucht.
Wahrscheinlich wird das erste Chery-Fahrzeug in Europa ein Elektroauto sein. Chery ist davon überzeugt, bei dieser Technik einen Vorteil gegenüber den übrigen in Europa vertretenen Herstellern zu haben. In China werden Elektroautos massiv vom Staat gefördert. Für den Vertrieb plant Chery eine Mischung aus Showrooms, Vertragswerkstätten und dem Verkauf über das Internet.
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