Coburg. Nach einem Bericht des Bayerischen Rundfunks (BR) zu einem möglichen Strafbefehl in Millionenhöhe gegen Michael Stoschek hat sich der Coburger Unternehmer nun zu Wort gemeldet. „Es war kein Vorsatz“, sagte Stoschek im Bayerischen Rundfunk. Der Gesellschafter des Zulieferers Brose war mit verbotenen Autokennzeichen unterwegs.
Mit dem beanstandeten Kennzeichen sei er auch schon einmal geblitzt worden. Er habe dann ein Knöllchen bekommen und dieses bezahlt: „Das Kennzeichen war eindeutig lesbar“, so Stoschek. Außerdem führe er sein Originalkennzeichen immer im Kofferraum mit.
Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Kennzeichenmissbrauchs gegen Stoschek. Der Unternehmer und Aufsichtsratschef des Bamberger Basketballvereins Brose Baskets soll an seinen Porsche ein ungültiges Kennzeichen aus Folie angebracht haben. Dem Unternehmer droht nach BR-Recherchen eine Strafe in Millionenhöhe, da sich diese nach seinem Einkommen richtet. Der Leitende Oberstaatsanwalt Anton Lohneis bestätigte dem BR ein entsprechendes Ermittlungsverfahren gegen den Unternehmer, wollte sich zu Details und auch zur Höhe der möglichen Strafe aber nicht äußern.