München. Die BMW Group hat in den ersten drei Monaten des Jahres deutlich mehr Geld verdient. Verglichen mit dem schwachen ersten Quartal des Krisenjahres 2009 fuhr der Münchner Autohersteller untem Strich einen Gewinn von 324 Millionen Euro ein, wie der Dax-Konzern am heutigen Mittwoch mitteilte. Im Vorjahr hatte es noch einen Verlust von 152 Millionen Euro gegeben. Der Umsatz kletterte um rund acht Prozent auf 12,4 Milliarden Euro. BMW hat zwischen Januar und März auch deutlich mehr Autos verkauft, nachdem im Vorjahr der Absatz krisenbedingt um fast 20 Prozent eingebrochen war.
Der Autohersteller konnte im ersten Quartal in fast allen europäischen Märkten und in den USA den Absatz steigern. Besonders deutlich fiel das Wachstum in Asien mit einem Plus von 55,7 Prozent aus. Nach Angaben des Konzerns wurde der Verkauf in China einschließlich Hongkong und Taiwan mit 36.607 Fahrzeugen mehr als verdoppelt (plus 100,5 Prozent). Weltweit verkaufte das Unternehmen im ersten Quartal 315.600 Autos der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce, ein Plus von knapp 14 Prozent.
Konzernchef Norbert Reithofer bekräftigte das Ziel, im Gesamtjahr im "soliden einstelligen Prozentbereich" zuzulegen und mehr als 1,3 Millionen Autos zu verkaufen. Im vergangenen Jahr hatte BMW deutlich weniger Autos verkauft und einen Gewinnrückgang verbucht. "Wir rechnen auch im weiteren Jahresverlauf mit einer dynamischen Ergebnisentwicklung", teilte Reithofer mit. Der Autohersteller geht davon aus, dass im laufenden Geschäftsjahr die allmähliche Erholung der Konjunktur zu steigenden Absatzzahlen führen wird. Ferner setzt Reithofer auf neue Produkte, die im Laufe des Jahres eingeführt werden. Große Hoffnungen liegen auf dem Volumenmodell Fünfer.