München. BMW-Entwicklungsvorstand Klaus Draeger setzt bei seinen Volumen-Baureihen nicht auf Doppelkupplungs-, sondern auf Automatikgetriebe. „Die gemeinsam mit ZF entwickelte Achtgang-Automatik kann bei den Schaltzeiten mit dem Doppelkupplungsgetriebe konkurrieren, ist aber leichter, effizienter und hat einen Kostenvorteil. Nachteilig ist allenfalls noch die Unvereinbarkeit mit Hochdrehzahlkonzepten“, erläutert Draeger.
BMW bietet Doppelkupplungsgetriebe in den sportlichen Versionen der 3er Coupés und Z4 Roadster an, denkt aber wegen der Fortschritte beim Automatikgetriebe nicht an eine deutliche Ausweitung des Angebots. „Vor allem für Autos mit längs eingebauten Motoren und Hinterradantrieb sind Doppelkupplungsgetriebe sehr aufwändig, teuer und schwer“, begründet Draeger die Strategie des Autoherstellers. So brauche man nicht nur eine zusätzliche Hauptwelle für den zweiten Gang-Satz, sondern zudem eine weitere Welle, um die Kraft zurück zur Kardanwelle zu leiten. „Das ist sehr kompliziert, schwer und teuer“, so der Entwicklungsvorstand.