Als wichtigste Trends, die die Autobranche in den kommenden Jahren verändern werden, hat Mercedes-Entwicklungschef Ola Källenius Connectivity, autonomes Fahren, Shared Services und Elektromobilität ausgemacht. Das sagte er im Interview mit "Auto, Motor und Sport". Man habe deshalb bewusst die neue Organisation CASE als eine Art Start-up innerhalb von Mercedes-Benz gegründet.
Im vergangenen Jahr hat Mercedes BMW als absatzstärkste Premiummarke überholt. Damit das so bleibt, setzt Källenius auf eine Vergrößerung der Modellpalette. Bis 2020 soll die Zahl der Modellvarianten von 33 auf mindestens 40 ansteigen. Dabei handle es sich "nicht um reine Nischenmodelle", sondern durchaus um "volumenrelevante Neuentwicklungen", betont er. Bis 2025 werde man mindestens zehn elektrifizierte Modelle unter dem Markennamen EQ in den Handel bringen. Wichtig sei auch die Entwicklung der Märkte. Vor allem in China hat Daimler in den vergangenen Jahren kräftig zugelegt. Der Vertrieb müsse digitalisiert werden, man brauche "neue Ansprechformen" für den Kunden.