Berlin. Nach Einschätzung von Mathias Hüttenrauch, Mitglied der Geschäftsführung bei der Benteler Automobiltechnik, ist die Fahrzeugindustrie mit der Plattformstrategie an die Grenzen der Möglichkeiten gestoßen. Der Geschäftsführer des Zulieferers von Chassissystemen sowie Fahrzeugstruktur- und Motorenteilen erwartet eine weitere Zunahme der Modulstrategien der Fahrzeughersteller. Diese Entwicklung werde sich zunehmend auch bei den Zulieferern niederschlagen, denn nur so lasse sich der Spagat zwischen Vielfalt und Effizienz darstellen, so die Überzeugung von Hüttenrauch. Dabei werden die einzelnen Module zunehmend segmentübergreifend eingesetzt werden.
Der Manager verspricht sich hingegen nichts von einer Zuliefererstrategie die eigene Marke in den Modellen der Fahrzeughersteller sichtbar zu machen. Er plädiert vielmehr dafür, dass sich die Zulieferer darauf konzentrieren, die Markenstärken ihrer Kunden herauszuarbeiten. Insgesamt ist Hüttenrauch zuversichtlich, dass sich die Wertschöpfung auch künftig weiter in Richtung Zulieferer verlagern wird.
Benteler gehört eigenen Angaben zufolge zu den 30 größten Familienunternehmen Europas. Im vergangenen Jahr setzten die Paderborner rund 6,3 Milliarden Euro um. Davon entfielen etwa 4,7 Milliarden Euro auf die Automobilindustrie