Ludwigshafen. Das Chemieunternehmen BASF hat eine neuartige Rußpartikelfilter-Beschichtung für Nutzfahrzeuge entwickelt. Diese erfüllt bereits die strengen Partikelgrenzwerte der kommenden Euro 6 Abgasnorm. Nach Angaben der Ludwigshafener können mit dieser Katalysatortechnologie ab sofort auch alle gängigen schweren Lkw der Emissionsstufen Euro 2 und Euro 3 nachgerüstet werden. Mit der Nachrüstlösung reduzieren Transportunternehmen und Speditionen nicht nur die Schadstoffemissionen ihrer Flotte sondern ebenfalls die Mautkosten auf deutschen Autobahnen, argumentiert das Unternehmen.
Die Filterbeschichtung kommt bereits heute bei dem gemeinsam mit dem Unternehmen Kutec entwickelten Russpartikelfilter zum Einsatz, der unter dem Namen "Kurre Filter“ vertrieben wird. Die Partikelfilter fangen zuerst die Schadstoffpartikel ein, um sie dann über der katalytisch wirkenden Oberflächenbeschichtung bei normalen Dieselabgastemperaturen kontinuierlich zu verbrennen.
Zurzeit können 90 Prozent aller Euro 2 und Euro 3 Lkw mit den Kurre Filtern durch einfachen Einbau nachgerüstet werden, heißt es bei der BASF. Sie entsprechen den deutschen Vorschriften der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung und verfügen über eine allgemeine Betriebserlaubnis des Kraftfahrtbundesamtes.