Ingolstadt. Der Premiumhersteller Audi hält wegen der anhaltenden Absatzflaute die Bänder an: Wie ein Sprecher gegenüber der Automobilwoche bestätigte, wurde in der heutigen Audi-Vorstandssitzung beschlossen, im Stammwerk Ingolstadt vom 23. bis 27. Februar eine Produktionspause einzulegen. Ob die VW-Tochter Kurzarbeit beantragen wird oder ob die Stunden über die flexiblen Arbeitszeitkonten der Beschäftigten ausgeglichen werden, sei zur Stunde noch nicht geklärt, so der Sprecher.
Ebenfalls unklar ist, ob der Produktionsstopp auch für das Werk in Neckarsulm gelten wird. Eine Entscheidung darüber könnte am morgigen Freitag fallen. Bis auf Porsche und Audi haben bereits alle Pkw-Hersteller in Deutschland Kurzarbeit angemeldet. VW hatte bereits am vergangenen Dienstag angekündigt, 61.000 Mitarbeiter in den deutschen Werken für fünf Tage in Kurzarbeit zu schicken. BMW hatte ebenfalls vermeldet, in den Monaten Februar und März aus ausgewählten Tagen die Mitarbeiter ins Kurzarbeit zu schicken, insgesamt 26.000 Beschäftigte.