Die Werkstattkette Auto Teile Unger (ATU) kämpft seit Jahren ums Überleben. Zu den größten Problemen gehören die hohen Mieten, die das Unternehmen für viele seiner Standorte zahlen muss. Jetzt ist einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters zufolge eine Lösung in Sicht. "Wir sind zuversichtlich, dass wir uns in den laufenden Verhandlungen mit ATU einigen werden", sagte die niederländische Zweckgesellschaft Lino. Hinter ihr stehen die Deutsche Bank und der britische Hedgefonds Davidson Kempner. Der Gesellschaft gehören 273 der rund 600 Werkstätten und Lager der angeschlagenen Kette.
Eine deutliche Minderung der Mieten ist Voraussetzung für die angekündigte Übernahme von ATU durch das französische Familienunternehmen Mobivia. "Lino unterstützt die Übernahme durch Mobivia sehr", schreibt die Gesellschaft in einer Stellungnahme. ATU könne mit Mobivia wieder erfolgreich werden. Lino hat Berichten zufolge bereits die Mieten gestundet.
In Deutschland gehören 577 Werkstätten zu ATU, hinzukommen Standorte in der Schweiz und Österreich. ATU hat rund 10.000 Mitarbeiter und hat im Geschäftsjahr 2015/2016, das bis Ende Juni lief, rund eine Milliarde Euro Umsatz gemacht. Gemeinsam haben Mobivia und ATU mehr als 20.000 Mitarbeiter und einen Umsatz von etwa 2,7 Milliarden Euro.