München. Ein Pick-up schiebt sich langsam durch eine völlig verwüstete und zerstörte Stadt. Überall liegt Schutt herum, es ist ein apokalyptischer Anblick. Was für eine Katastrophe stattgefunden hat, erfährt der Zuschauer nicht, dafür aber etwas anderes: Als sich die wenigen Überlebenden, übrigens alles Fahrer von Pick-ups des Typs Chevrolet Silverado, zusammenfinden, stellt einer von ihnen die Frage "Wo ist Dave?“ Zur Antwort bekommt er die traurige Mitteilung "Dave fuhr nicht den langlebigsten, verlässlichsten Laster auf der Straße. Dave fuhr einen Ford.“
Die Konkurrenz zeigte sich wenig begeistert von diesem Chevrolet-Spot zum Super Bowl, dem Endspiel der amerikanischen Football-Saison: Die Ford F-Serie sei seit 35 Jahren die meistverkaufte Pick-up-Baureihe in Amerika und zudem habe man die meisten Pick-ups mit mehr als 250.000 Kilometer Laufleistung auf der Straße, teilte Ford mit. Das zeige die Langlebigkeit und Zuverlässigkeit Fahrzeuge. Mercedes-Benz brachte mit einer Anzeigenkampagne die heimischen Landwirte gegen sich auf: Mit dem Spruch "Mehr als 200 Pferde und weniger Emissionen als eine Kuh“ warb der Premiumhersteller für sein SUV M-Klasse. Der Bauernverband reagierte verschnupft: "Die Kuh ist der ideale Ressourcennutzer für unsere Grünlandflächen und produziert dabei hochwertige Nahrungsmittel für die Menschen – eine Leistung, mit der ihr Geländewagen für die Autobahn nicht konkurrieren kann“, schrieb DBV-Generalsekretär Helmut Born an Mercedes. Der Hersteller entschuldigte sich und verzichtet auf die weitere Verwendung der Anzeige. (Foto: General Motors)Ärger über Werbung
Gleich zwei Hersteller hatten in den letzten Tagen Ärger wegen ihrer Werbung: Zuerst vergrätzte Chevrolet den Wettbewerber Ford mit seinem Super Bowl-Spot, dann empörte sich der deutsche Bauernverband über eine Mercedes-Anzeige.
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