Duisburg-Essen. Auto-Professor Ferdinand Dudenhöffer widerspricht in einer Kurzstudie der jüngsten Veröffentlichung des ADAC. Der Automobilclub hatte vor wenigen Tagen erklärt, Flatrates lohnten sich finanziell nicht. Basis für diese Aussage ist ein Vergleich der Angebote von Ford, Volvo und Audi gewesen.
"Selbstverständlich sind bei Komplettangeboten auch nachteilige Produkte im Markt," so Dudenhöffer. "Aber der 'Trick' sich jetzt drei Hersteller herauszusuchen und dann einige Komplettangebote herauszugreifen, die schlecht sind, und dann die Verallgemeinerung zu machen 'Komplettangebote sind für den Kunden die schlechtere Alternative' ist unseriös", so das Fazit des Uni-Professors.
Der ADAC hatte am vergangenen Mittwoch erklärt: "Autofahren per Flatrate kommt den Verbraucher dagegen teurer zu stehen als andere Finanzierungsmodelle." Am günstigsten sei dagegen immer noch der Barkauf.
Als Beispiel rechnet Dudenhöffer die Finanzierung eines Ford Fiesta durch. Bei einer Flatrate-Finanzierung über Ford liege der Preisvorteil gegenüber dem Listenpreis bei 2605 Euro oder 21 Prozent, so die Berechnung. "Diese Rabatthöhe ist in der Regel beim Barkauf beim Markenhändler nicht erzielbar," so Dudenhöffer. Ein Peugeot-Partner gebe es über das Komplett-Leasing von Peugeot zu einem Preisvorteil von 32,4 Prozent, ein Honda Civic komme beim Honda 4Plus Inklusiv-Tarif auf einen Vorteil von 28,5 Prozent und ein Renault Mégane bei der "Relax-Finanzierung" von Renault auf einen Vorteil von 20,5 Prozent.