Friedrichshafen. Der Zulieferer ZF Friedrichshafen will im kommenden Jahr weltweit mehr als 2000 neue Stellen schaffen, davon sollen rund ein Viertel auf Deutschland entfallen. Allein im Jahr 2013 hat der Zulieferer weltweit etwa 5200 neue Mitarbeiter eingestellt, davon 2100 in Deutschland. Der Grund: Werke in den USA und China, eine hohe Nachfrage nach Produkten der Pkw-Antriebs- und Fahrwerktechnik und eine gute Nutzfahrzeugkonjunktur im zweiten Halbjahr haben dem Geschäft des Zulieferers starke Impulse verliehen.
Der Antriebs- und Fahrwerksspezialist hat 2013 den Umsatz nach vorläufigen Zahlen um zehn Prozent auf 17 Milliarden Euro gesteigert. Ein Plus mit dem der Vorstandsvorsitzende von ZF, Stefan Sommer, auch im kommenden Jahr rechnet. Getrieben wird das Wachstum vor allem von der Region Asien-Pazifik mit einem Plus von 15 Prozent auf drei Milliarden Euro Umsatz. Aber auch Nordamerika mit 3,1 Milliarden Euro (Plus 9 Prozent) sowie Europa (Plus 9,1 Prozent) konnten zulegen. Auf der Produktseite schreibt vor allem die Antriebstechnik mit dem 8- und 9-Gang-Automatikgetriebe „die Erfolgsstory“ der Friedrichshafener weiter.„Mit diesem erfreulichen Wachstum liegen wir erneut deutlich über dem Branchendurchschnitt und haben unsere Position unter den weltweit führenden Automobilzulieferern weiter gestärkt“, erklärte Sommer. Besonders in der nach Europa wichtigsten Marktregion Nordamerika habe ZF mit dem im Juli neu eröffneten US-Werk in Gray Court einen wichtigen Schritt getan.Positive Zeichen sieht er auch bei der Ergebnisentwicklung. Trotz hoher Vorleistungen wurde der Ergebnisrückgang 2013 gestoppt. 2012 hatte der Zulieferer ein EBIT von 692 Millionen Euro erzielt. Ein Minus von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr.ZF Friedrichshafen
2014 weltweit 2000 neue Jobs
Der Spezialist für Antriebs- und Fahrwerkstechnik ZF Friedrichshafen wächst kräftig weiter und will im kommenden Jahr rund 2000 neue Stellen schaffen. Davon werden auch deutsche Standorte profitieren.
Einsparziel wird übertroffen
Auch künftig sollen Wachstum und neue Technologien aus eigenen Mitteln finanziert werden. Um die Ertragskraft des Unternehmens zu sichern, fordert Sommer auch einen Beitrag der Lieferantenkette. Das Einsparziel von 500 Millionen Euro bei den ZF-Lieferanten, dass er sich für den Zeitraum 2013 bis 2014 vorgenommen hat, sei bereits zu mehr als der Hälfte erfüllt. „Wir sind zuversichtlich, das Ziel zu übertreffen“, so Sommer.
Ein großer Teil der Investitionen in Höhe von mehr als einer Milliarde Euro ist im Jahr 2013 in die Region Asien-Pazifik geflossen. In den kommenden Jahren will der ZF-Chef die Marktchancen in den aufstrebenden Staaten der Region Asien-Pazifik weiter nutzen und die Kapazitäten dort sukzessive ausbauen. Das Unternehmen vom Bodensee will daher auch in den nächsten Jahren dort jeweils mehr als eine Milliarde Euro investieren. „Das ist eine große Herausforderung für uns, doch wenn wir global erfolgreich sein und unsere Kunden ortsnah beliefern wollen, führt daran kein Weg vorbei“, so der ZF-Chef.Das starke Wachstum in Nordamerika und der Region Asien-Pazifik werde sich auch in der langfristigen Konzernstrategie bemerkbar machen: „Der Umsatzanteil von Nord- und Südamerika sowie Asien-Pazifik wird von heute 40 auf über 50 Prozent im Jahr 2025 steigen“, erklärte der ZF-Chef. Bis zu diesem Zeitpunkt soll der Konzernumsatz etwa 40 Milliarden Euro betragen. Wichtige Eckpunkte der Langfriststrategie seien unter anderem die Stärkung der Elektronik- und Leichtbaukompetenz sowie die Innovations- und zugleich Kostenführerschaft.
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