München. Kurz vor dem Auslaufen der Abwrackprämie stellt sich die deutsche Automobilindustrie auf einen letzten Run ein. "Nachdem nun deutlich wird, dass auch der vergrößerte Prämientopf vorzeitig geleert sein wird, wird es noch einmal zu einer Art Endrallye kommen“, erwartet Robert Rademacher, Präsident des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK).
Voraussichtlich im September ist Schluss mit dem staatlichen Zuschuss. Die Bilanz nach dem ersten Halbjahr ist größtenteils positiv: Hersteller und Importeure profitierten von der Prämie, allen voran die Kleinwagen- und Volumenanbieter. Nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamts stiegen die Zulassungen im Segment der Minis um 124 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, die der Kleinwagen um 79 Prozent.
Zahlenmäßig größter Profiteur ist die Marke VW, die im ersten Halbjahr mehr als 250.000 Fahrzeuge mittels Prämie verkauft hat – knapp 60 Prozent des Absatzes in Deutschland (419.000). "Ford hatte eine Verkaufssteigerung von 44 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum und damit die größte prozentuale Steigerung von allen deutschen Herstellern“, jubelt Deutschland-Vertriebschef Jürgen Stackmann. Bei Opel war das zweite Quartal "das erfolgreichste seit 2005“.