Inwiefern?
Die Fuhrparkverantwortlichen nehmen sehr genau wahr, dass zuletzt einige Unternehmen wie Elaris oder Fisker in die Insolvenz gegangen sind und Fahrzeuge nicht mehr nutzbar sind, weil Server offline sind. Die meisten Unternehmen sind nicht bereit, sich auf Experimente einzulassen, solange sie Alternativen haben. Und genau das ist der Punkt: Es gibt ja gute Alternativen am Markt. Daher sind viele Unternehmen sehr abwartend.
Spielen auch Bedenken im Hinblick auf die Datensicherheit eine Rolle? Sprich, dass Daten nach China abfließen?
Ja, sehr sogar. Moderne Autos sind Datenkraken. Mittlerweile sind auf Basis von Fahrzeugdaten sogar Rückschlüsse auf Glaube und sexuelle Orientierung möglich. Die Angst, dass sensible Daten in Länder abfließen, die uns nicht immer freundlich gegenüberstehen, spielt daher eine wachsende Rolle in Fuhrparks, zumal es hier von Seiten der Hersteller sehr wenig Transparenz gibt.
Bei der Entscheidung für eine Marke spielt also eine Rolle, auf welchem Server die Fahrzeugdaten liegen?
Absolut. Unternehmen, die Mitarbeitern Fahrzeuge zur Privatnutzung zur Verfügung stellen, müssen sicherstellen, dass der Datenschutz eingehalten wird. Niemand will seinem Datenschutzbeauftragten im Nachhinein erklären müssen, dass personenbezogene Daten seiner Mitarbeiter auf amerikanischen oder chinesischen Servern liegen. Wer eine neue Marke aufnimmt, sollte vorher den Datenschutzbeauftragten mit an Bord nehmen.