Dietfurt. „Für die Bereiche Montage und Konstruktion suchen wir noch Mitarbeiter“, heißt es beim Werkzeug- und Formenbauer Siebenwurst – eine selten gewordene Aussage in Zeiten anhaltender Hiobsbotschaften aus der Automobilindustrie. Doch im Gegensatz zu den Zulieferern ist das von Christian Siebenwurst in vierter Generation geführte Familienunternehmen nicht von den Stückzahlreduzierungen der Autohersteller abhängig. Sollten jedoch Fahrzeugprojekte verschoben oder ganz gestrichen werden, würde das auch das mittelständische Unternehmen aus Dietfurt/Altmühltal zu spüren bekommen.
Das Unternehmen beschäftigt an den drei deutschen Standorten Dietfurt, Zwickau und Eisenach insgesamt 660 Mitarbeiter. Im Jahr 2007 lag der Umsatz bei rund 57 Millionen Euro. Etwa 95 Prozent davon entfielen auf die Automobilindustrie. Daneben gehören auch Unternehmen aus der Luftfahrtindustrie und der Haushaltsgerätebranche zu den Kunden. Für 2008 rechnet Christian Siebenwurst in etwa „mit einem Umsatz auf Vorjahresniveau“. Für 2009 will sich der Unternehmenschef auf keine Prognose einlassen. Was er jedoch schon jetzt zu spüren bekommt: „Der Druck auf die Preise wird größer.“ Wie schon in den vergangenen Jahren will Siebenwurst mit weiteren Rationalisierungen, überarbeiteten Prozessschritten und neuen Verfahren in der Bearbeitungstechnik Kostensenkungen erreichen.