Saarlouis. Ford will in diesem Jahr die Produktion im Werk Saarlouis von zuletzt 392.413 auf 425.000 Fahrzeuge steigern - ein Plus von acht Prozent. Dazu wird der Hersteller knapp 500 Mitarbeiter fest übernehmen, die bislang befristet tätig sind. In Saarlouis werden der Focus, der C-Max und demnächst auch das erste Ford-SUV Kuga montiert.
"Wir haben erreicht, dass 360 befristete Mitarbeiter von der Zeitarbeitsfirma Adecco in feste Beschäftigungsverhältnisse bei Ford übernommen werden", sagte der Betriebsratsvorsitzende Gilbert Hess der Automobilwoche. Hinzu kommen 89 Außubildende, die bislang ebenfalls nur befristet beschäftigt waren. Im Oktober werden außerdem 20 Jung-Ingenieure fest übernommen, sodass insgesamt 469 neue Stellen entstehen.
Hauptgrund für die Kapazitätserweiterung und die Festeinstellungen ist der Start des Kuga. Der Bedarf an zusätzlichen Arbeitskräften sei dauerhaft größer als die zu erwartenden Produktivitätsfortschritte, sagte Hess. Alle neuen Mitarbeiter würden nach Tarif bezahlt, betonte der Betriebsratschef.
Insgesamt beschäftigt Ford in Saarlouis 6500 Mitarbeiter, weitere 2000 sind im benachbarten Zulieferer-Industriepark tätig. Derzeit laufen an dem Standort täglich 1920 Fahrzeuge vom Band, 1300 Focus und 620 C-Max. Am 3. Dezember ist die Serienfertigung des neuen Focus angelaufen. Allein von diesem Modell will Ford im Jahr 2008 rund 250.000 Einheiten bauen. Der Verkaufsstart in Deutschland ist für den 23. Februar vorgesehen.