Bad Homburg. Die krisengeschüttelte deutsche Autoindustrie steuert nach einem monatelangen Absatzrückgang auf das schlechteste Jahr seit 1990 zu. Der Automarkt in Deutschland ist im November drastisch eingebrochen. Mit rund 233.800 Neuzulassungen gab es ein deutliches Minus von 17,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie der Verband am Dienstag in Bad Homburg mitteilte. Die "krisenhafte Entwicklung" habe sich, wie zu erwarten, weiter verstärkt, sagte VDIK-Präsident Volker Lange. Der Markt werde 2008 das schlechteste Zulassungsergebnis nach der Wiedervereinigung erzielen. (Einzelheiten zum Abschneiden aller Marken im November und im Gesamtjahr unter diesem Beitrag im PDF "KBA November 2008").
Nach Daten des Kraftfahrtbundesamts (KBA) fiel das Minus mit 17,8 Prozent noch deutlicher aus. Unter den deutschen Herstellern fiel das Minus beim Absatz bei Opel (-35,9 Prozent) sehr deutlich aus. Überraschend auch der Absatzrückgang bei der Daimler-Marke Smart, wo die Neuzulassungen gegenüber November 2007 um fast 46 Prozent einbrachen. Zuletzt hatten gerade die Klein- und Kleinstwagen dem Abwärtstrend am Automarkt trotzen können. Auch BMW und VW verloren mit Absatzrückgängen um 20,8 und 18,6 Prozent deutlicher als der deutsche Gesamtmarkt.