Duisburg. "Wir sind heute nicht mehr nur ein Blechhersteller, sondern wir liefern Lösungen mit Stahl", sagt Ulrich Jaroni, als Vorstand bei ThyssenKrupp Steel für die Business Unit Auto verantwortlich. Die ThyssenKrupp-Konzerntochter, deren Kompetenzen bei hochwertigem Qualitätsflachstahl liegen, hatte im Oktober 2006 aus dem ehemaligen ThyssenKrupp-Segment Automotive den Bereich Umformtechnik übernommen. Unter der Bezeichnung Metal Forming wurde dieser in ThyssenKrupp Steel integriert. Dadurch decken die Duisburger die Entwicklungs- und Fertigungsstufen vom Werkstoff bis zum fertigen Bauteil ab.
Der Zulieferer, nach eigenen Angaben weltweit größter Lieferant von Tailored Blanks (Platinen, die aus einzelnen Blechen gleicher oder unterschiedlicher Güte und Dicke entstehen), hat im Geschäftsjahr 2006/2007 rund 4,8 Milliarden des Umsatzes von 13,2 Milliarden Euro mit der Unit Auto umgesetzt.
Kräftig investieren will ThyssenKrupp Steel unter anderem in den USA und China. So soll im Reich der Mitte neben einer schon bestehenden Feuerbeschichtungsanlage mit einer Jahreskapazität von 430.000 Tonnen noch 2008 eine ebenso große zweite Anlage in Betrieb genommen werden. In Calvert, US-Bundesstaat Alabama, entsteht zudem für 3,1 Milliarden Euro ein neues Stahlwerk, das im Jahr 2010 die Produktion aufnehmen soll. Von dort aus will ThyssenKrupp Steel neue Märkte in den NAFTA-Staaten erschließen. Ergänzend soll in China und in den USA die technische Beratung der Kunden vor Ort verstärkt werden.