Wolfsburg. Der VW-Konzern will auf wichtigen Wachstumsmärkten wie Russland, Indien und China künftig mehr Rohmaterial und Sonderwerkstoffe aus lokaler Fertigung beziehen. Hintergrund des Konzepts, VW-intern bezeichnet mit "Tiefenlokalisierung", ist vor allem der erklärte Wunsch von VW-Chef Martin Winterkorn, durch verstärkten Zugriff auf lokale Ressourcen den in jüngster Zeit immens gestiegenen Logistikkosten für Lieferungen aus Deutschland in VW-Werke jenseits der Landesgrenzen gezielt begegnen zu können.
Die erhofften Kostenvorteile auch auf der Materialseite sind zudem ein bedeutsamer Bestandteil der "Strategie 2018". Mit dieser breit angelegten Planungsgrundlage will das Topmanagement am Stammsitz Wolfsburg Europas größten Autohersteller in den kommenden zehn Jahren für den absehbar zunehmend härteren Wettbewerb insbesondere mit dem japanischen Rivalen Toyota rüsten (Automobilwoche 26/2007).