Stuttgart. Das Joint Venture Bosch Mahle Turbo Systems der Zulieferer Bosch und Mahle startet voraussichtlich erst am 1. Juni und somit mit zweimonatiger Verspätung. Der Marktführer bei Turboladern, das US-Unternehmen Honeywell, hat laut Mahle-Chef Heinz K. Junker Ende März Einspruch beim EU-Kartellamt in Brüssel eingelegt, der zu der Verzögerung geführt hat. "Es ehrt uns natürlich, dass uns Honeywell so ernst nimmt", kommentiert Junker den Einspruch. Mit einer Entscheidung der Behörde rechnet er für Ende Mai. Dieser sieht er gelassen entgegen, da weder Mahle noch Bosch bisher über eine Turboladerfertigung verfügen.
Am Sitz des Joint Venture in Stuttgart sind die Produkt- und Prozessentwicklung, die Prototypenfertigung sowie der Vertrieb angesiedelt. Produktion und Endmontage sind auf einem neuen Gelände in der Nähe des Mahle-Standorts St. Michael (Österreich) geplant. Komponenten und Baugruppen liefert das Bosch-Werk Immenstadt im Allgäu zu. Junker rechnet mit verschiedenen Produktanläufen zwischen 2010 und 2012.