New York. Der unter Milliardenverlusten leidende US-Autobauer General Motors (GM) steuert immer tiefer in die Krise. Nach neuen Hiobsbotschaften stürzte die ohnehin seit Monaten taumelnde Aktie des Opel-Mutterkonzerns am Donnerstag in New York um nochmals mehr als 30 Prozent ab. Die Ratingagentur S&P hatte zuvor eine mögliche weitere Herabstufung der Kreditwürdigkeit des Herstellers angekündigt. Zudem geht der Absatz von GM neben dem katastrophalen US-Markt nun auch in Europa auf Talfahrt.
Noch vor zwölf Monaten war eine GM-Aktie über 40 Dollar wert. Jetzt steht der Kurs bei 4,76 Dollar. Der Börsenwert von General Motors liegt nun bei unfassbaren 2,43 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Daimler ist an der Börse 21 Milliarden Euro wert, BMW knapp zwölf Milliarden Euro. Selbst Ford kostet an der Börse knapp vier Milliarden Euro.
GM musste wie der ebenfalls notleidende Konkurrent Ford bereits mehrfach Insolvenzgerüchte dementieren. Eine weitere Herabstufung durch Ratingagenturen würde den Konzern in noch größere finanzielle Schwierigkeiten bringen. Börsianer werteten die lebensbedrohlichen Probleme beim größten US-Autobauer auch als Zeichen für ein weiteres Übergreifen der Finanzmarktkrise auf die gesamte Wirtschaft.
Nach Analysten-Einschätzung "verbrennen" GM und Ford jeden Monat jeweils rund eine Milliarde Dollar. Beide Unternehmen werden jedoch nicht müde zu betonen, dass sie ausreichende Reserven haben, um eine längere Durststrecke durchzustehen. Ford bezifferte das Polster nach dem zweiten Quartal auf 26,6 Milliarden Dollar, GM beschaffte sich 15 Milliarden Dollar frisches Kapital.