Bonn. Der Professor und Consultant Hermann Simon aus Bonn schlägt mit Blick auf die Absatzkrise der Automobilindustrie massive Subventionen seitens des Staates zur Ankurbelung des Neuwagengeschäfts vor. "Der Staat pumpt derzeit Milliarden in das Bankensystem. Und vermutlich wird es bei direkten Subventionen von Autofirmen wieder um Milliarden gehen", so der Vorsitzende der Geschäftsführung von Simon-Kucher & Partners, eines auf Preisberatung spezialisierten Consulting-Hauses. Diese, so seine zentrale Hypothese, ließen sich jedoch "wesentlich wirksamer" einsetzen.
"Wie kann man der Autoindustrie schnell und wirksam helfen?", fragt Simon in seinem Konzeptentwurf mit dem Titel "Eine radikale Lösung für die Automobilindustrie", der Automobilwoche vorliegt. "Sicher nicht durch die beabsichtige Senkung der Kfz-Steuer. Hier geht es um wenige hundert Euro und die Maßnahme wirkt nicht sofort. Nein, man muss die Marktmechanismen einsetzen."