Stuttgart/München/Rüsselsheim. Viele deutsche Autohersteller kürzen angesichts der schwachen Nachrage ihre Produktion. So will Daimler nach einem FAZ-Bericht für fünf Wochen die Produktion stoppen und auch Opel, BMW, VW und Skoda kündigten an, weniger Fahrzeuge als geplant zu bauen.
Die Frankfurter Zeitung beruft sich bei ihren Informationen auf einen Daimler-Konzernsprecher. Das Unternehmen wollte die Zwangspause, die Mitte Dezember beginnen solle, auf Nachfrage am Sonntag aber nicht kommentieren. Zudem ist laut Zeitung am 12. Dezember eine Inventur geplant. Die Daimler-Beschäftigten nähmen die Arbeit somit erst am 12. Januar wieder auf, heißt es. Schon Anfang August hatte Daimler angekündigt, wegen der schwächelnden Autokonjunktur Schichten oder immer wieder einzelne Produktionstage in mehreren deutschen Werken sowie im US-Werk Tuscaloosa zu streichen.
Bei BMW stehen die Bänder im Werk in Leipzig von diesem Montag (27. Oktober) an vorübergehend still. Nach einem deutlichen Absatzrückgang im September wird BMW die Produktion vier Tage lang unterbrechen. Dadurch werden 2800 Autos weniger montiert. Für die 2600 Beschäftigten von BMW in Leipzig bedeutet der Produktionsstopp nach Unternehmensangaben keine Einbußen, die Zeit werde auf Arbeitszeitkonten verrechnet. In Leipzig werden vier Modelle - die 3er Limousine und drei 1er Varianten - gebaut.
Im September verbuchte BMW mit seinen drei Marken BMW, Mini und Rolls-Royce einen deutlichen Absatzrückgang um 14,6 Prozent auf gut 121.000 Fahrzeuge. Besonders auf dem wichtigsten Markt, den USA, lief das Geschäft mies. Hier lag die Zahl der verkauften Autos um gut ein Viertel unter dem Vorjahreswert. BMW hatte bereits angekündigt, die Produktion in diesem Jahr um 25 000 Fahrzeuge zurückfahren zu wollen.