Turin. General Motors, Renault und Seat üben zwar insgesamt den höchsten Preisdruck auf ihre Zulieferer aus. Aber vor allem BMW hat in den letzten zwei Jahren deutlich höhere Preisreduzierungen verlangt als früher. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der Fachzeitschrift Automotive News Europe bei 140 Zulieferern, die am Dienstag in Turin vorgestellt wurde. Entsprechend fielen die Bayern auch in der Wertung „Attraktivster Autohersteller“ um einen Platz zurück. Attraktivster Hersteller für die Zulieferer ist demnach nun Toyota (Vorjahr Platz 2), gefolgt von BMW (1). Auf den Plätzen drei bis fünf gab es mit Audi, Mercedes und Honda keine Änderung.
Dafür ist BMW, was die Chance auf einen Return auf das Investment (ROI) angeht, bei den Zulieferern klar die Nummer eins vor Porsche und Audi. Als am wenigsten beliebt, was die Chancen auf einen Return betrifft gelten VW, Renault und General Motors. Die meisten Anstrengungen, von ihren Zulieferern gute Qualität zu bekommen, machen den Angaben zufolge Toyota, Honda und Mercedes, die wenigsten Anstrengungen gibt es dazu bei Seat, GM und Fiat. Eine enorme Verbesserung im Qualitätsanspruch haben der Umfrage zufolge in den vergangenen zwei Jahren vor allem Mercedes, Audi und Hyundai/Kia hinter sich gebracht.
Das größte Vertrauen in die Geschäftsbeziehung mit einem Hersteller genießt nach Ansicht der 140 befragten Zulieferer Toyota, gefolgt von Honda und Porsche. Am Ende der Vertrauensliste stehen die US-Firmen Ford, Chrysler und GM.