Osnabrück. IG Metall, Aufsichtsrat, Gesellschafter und Geschäftsführung haben sich im Streit um einen Sozialplan bei Karmann angenähert. Demnach soll eine Einigung auf dem Niveau früherer Vereinbarungen akzeptiert werden. Karmann wollte die Vorgänge nicht kommentieren. Derzeit ist allerdings noch unklar, woher das Geld für den Sozialplan kommen soll. Unternehmenskenner rechnen damit, dass die Osnabrücker dafür rund 80 Millionen Euro benötigen werden.
Karmann selbst hatte noch vor wenigen Monaten erklärt, dass die Mittel für eine Umsetzung der Arbeitnehmerforderungen fehlten. Beobachter gehen davon aus, dass das benötigte Geld durch den Verkauf von Unternehmensteilen erlöst wird. Neben dem vor dem Aus stehenden Fahrzeugbau gehören zu dem Osnabrücker Unternehmen die Bereiche Dachfertigung, Betriebsmittel-/Werkzeugbau und technische Entwicklung. „Wir begrüßen, dass sich die Gesellschafter zu ihrer sozialen Verantwortung bekannt haben“, so Hartmut Riemann, IG-Metall-Geschäftsführer und Karmann-Aufsichtsratsmitglied.