Köln. Ungeachtet der Krise in der Automobilbranche setzt der Getriebespezialist Getrag weiter auf Wachstum. Ein wesentliches Element für die Zukunft am Automobilstandort Deutschland sind für Gruppenchef Tobias Hagenmeyer dabei Getriebekonzepte, die zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes beitragen. Für eine Übergangsphase sieht der Präsident der Getrag Corporate Group Chancen bei innovativen Schaltgetrieben mit Automatikfunktionen, die den Schadstoffausstoß deutlich reduzieren.
Hagenmeyer ist überzeugt, in diesem Bereich mit den „Automated Manual Transmissions“ (AMT) von Getrag gut aufgestellt zu sein. Gleichzeitig werde das Kleinwagen- und Microfahrzeugsegment immer wichtiger für die Autohersteller und die Zulieferer, so Hagenmeyer. Getrag werde deshalb verstärkt einfache Automatikgetriebe für das A- und Sub-ASegment anbieten. „Mobilität ist der Motor der Globalisierung. Immer mehr Menschen, vor allem in Asien, werden sich künftig ein Auto leisten können“, ist Hagenmeyer überzeugt.
Dies sei auch für die deutsche Automobilindustrie eine Chance. Dank intensiver Forschung sieht sich Getrag auch für die fernere Zukunft gut gewappnet. „Wir sehen auf mittlere Sicht in Range- Extender- und in reinen Elektrokonzepten die realistischsten Alternativen für CO2-neutrale Mobilität“, sagt Rolf Najork, Entwicklungschef beim Joint Venture Getrag Ford Transmissions.