Bergisch Gladbach. Die gute Nachricht zuerst: Die aktuelle Krise wird auch Gewinner hervorbringen. Der größte Gewinner des derzeitigen Abschwungs der Autoindustrie wird der deutsche Autobauer Volkswagen sein. So sieht es Stefan Bratzel, Leiter des Center of Automotive an der Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch Gladbach. In seiner aktuellen Analyse zeigt Bratzel auf, welche Unternehmen gestärkt aus den Trümmern auferstehen werden. Es werden Konzerne sein, die ihre Produktionskapazitäten schnell auf die neuen Nachfragebedingungen anpassen und die Kosten in Einklang mit der geänderten Etragssituation bringen. Konzerne, die eine starke Stellung in den Wachstumsmärkten haben und diese weiter ausbauen. Konzerne, die auch im Jammertal der Krise Investitionen in attraktive Modelle und neue Technologien vorantreiben können.
Nach der Analyse von Absatzzahlen und Renditen der 17 globalen Autokonzerne kommt Bratzel zu dem Ergebnis, dass insbesondere der Volkswagen-Konzern diese Kriterien erfüllt. "Das Unternehmen ist in wichtigen Wachstumsmärkten aktiv und besitzt ein breites, ausgewogenes Modellportfolio sowie eine hohe Kompetenz in Kerntechnologiefeldern. Gleichzeitig gelingt es Volkswagen immer besser, durch ständige Prozessverbesserungen Entwicklungs- und Produktionskosten einzusparen", schreibt Bratzel in seiner Analyse. Zudem habe VW mit Porsche einen langfristig denkenden Mehrheitseigner, der wiederum in Familienbesitz ist und VW strategisch vor Übernahmen schütze.