Wiesbaden. "Wir verkaufen ausschließlich die virtuellen Entwicklungen und die Intelligenz unserer Ingenieure und produzieren generell keine Hardware selbst", beschreibt Wolfgang Rücker einen der strategischen Grundsätze der Rücker AG. Die Wiesbadener gehören mit weltweit mehr als 2500 Ingenieuren zu den größten Entwicklungsunternehmen. Rücker zeigt sich bei speziellen Aufgabenstellungen aber flexibel: "Wenn ein Kunde mit dem Wunsch nach Prototypen oder Fertigungseinrichtungen auf uns zukommt, wird er natürlich auch bedient."
Der 62-Jährige sieht sein Unternehmen dabei eher in der Rolle eines Architekten: "Wir übernehmen unseren Kunden gegenüber zwar die Verantwortung für solche Projekte, vergeben einzelne Aufgaben aber an bestimmte Partner, mit denen wir zusammenarbeiten." Das Spektrum des Engineeringspezialisten mit 35 Standorten in 18 Ländern Europas, Nord- und Südamerikas sowie Asiens reicht von der Forschung, Beratung und Planung eines Projekts über dessen Entwicklung bis zur Serienreife.
Den Grundstein für das heutige Unternehmen hatte Wolfgang Rücker 1970 in Troisdorf gelegt. Seit 1975 konzentriert er sich auf den Automobilbereich. 2007 erzielte die Rücker-Gruppe 168,9 Millionen Euro Umsatz. Während das Automobilgeschäft um 21,1 Prozent auf 132 Millionen Euro zulegte (entspricht 78,1 Prozent am Gesamtumsatz), sank das Geschäft mit der Luftfahrtindustrie um 41,7 Prozent auf 30,3 Millionen Euro.