Wolfsburg. Der Streit zwischen wichtigen Gremien des VW-Konzerns und den Schlüsselfiguren des Hauptaktionärs Porsche sorgt für zunehmende Besorgnis im Topmanagement des Wolfsburger Konzerns. Dies ergaben drei Gespräche mit Führungskräften des weltweit drittgrößten Autoherstellers, die Automobilwoche am Wochenende (13./14. 9.) telefonisch führen konnte. Bereits in der aktuellen Ausgabe der Automobilwoche ("Hochspannung bei VW" auf Seite 4 in Heft 19 vom 8. 9.) hatten VW-Manager bestätigt, dass die zahlreichen Auseinandersetzungen zwischen VW und Porsche zunehmend schwere Belastungen für das Tagesgeschäft darstellen.
"An der weiteren Verschärfung dieser Konflikte, etwa in Form eines Versuchs, den VW-Aufsichtsratspräsidenten Piech abwählen zu lassen, kann bei aller Verärgerung eigentlich niemand Interesse haben", sagte ein Manager des Ressorts Personal, der nicht genannt werden möchte. "Im Gegenteil, wir brauchen endlich wieder Ruhe, und zwar dringend". Am Wochenende hatten Medienberichte für Aufregung gesorgt, nach denen eine Interessengruppe um Porsche-Aufsichtsratschef Wolfgang Porsche prüft, den VW-Patriarchen Ferdinand Piech ablösen zu lassen.