Köln. Angesichts steigender Modellvielfalt, kürzerer Produktzyklen und zunehmender Individualisierung nimmt die Zahl der Bauteile bei allen Autoherstellern rapide zu. Dies ist auch eine Herausforderung für die Ersatzteilversorgung. Bei Ford beispielsweise führt das Europa-Teilelager in Merkenich bei Köln "nur" rund 164.000 Artikel ab Lager. Vor diesem Hintergrund hat der deutsche Ford-Händlerverband eine internetbasierte Ersatzteilbörse entwickelt, auf die alle Händler der Ford-Gruppe zugreifen können.
2121 Ford-Partner und 580 weitere Volvo-, Land Rover-, Jaguar- und Mazda-Händler aus 27 Ländern sind inzwischen an die Börse namens Edix-parts.net angeschlossen. Jeder Händler kann so den Ersatzteilbestand der registrierten Mitglieder durchforsten und Teile bestellen. Die Börse bietet dabei Zugriff auf rund 270.000 Teilenummern. 2200 Bestellungen werden täglich über das System abgewickelt. Aktuelle Teile werden mit einem Aufschlag von 15 Prozent verkauft, auf Überhang-Teile, die schon länger in den Regalen liegen, gibt es 20 Prozent Rabatt. Der Versand ist über Paketdienste professionell organisiert. "Größter Einzelkunde ist übrigens das Ford-Zentrallager in Merkenich selbst", freut sich Edix-parts.net-Geschäftsführer Manfred Reddig.