Hamburg. Angesichts empfindlicher Konsequenzen der Verwerfungen an den internationalen Kapitalmärkten für die Realwirtschaft rät der Hamburger Volkswagen- und Audi-Händler Alexander Tiedtke zum Paradigmenwechsel im deutschen Automobilvertrieb: "In einem hochentwickelten und ausgereiften Markt wie Deutschland ist das bisherige Geschäftsmodell vom vertikalen Vertrieb in der Automobilbranche an seinem Ende angelangt, was in Zeiten der Finanzkrise nunmehr für Jedermann sichtbar wird", sagte der Chef des traditionsreichen Autohauses Willy Tiedtke auf Anfrage von Automobilwoche.
"In Zukunft ist ein völlig neues Geschäftsmodell in Form einer deutlich engeren Verzahnung zwischen Hersteller und Handel erforderlich", denkt der promovierte Manager, der früher für den VW-Konzern an dessen Stammsitz Wolfsburg gearbeitet hatte, seinen Reformansatz weiter. "Nach dem Muster integrierter Entwicklungsprozesse, wie sie die Autoproduzenten seit Jahren mit ihren Zulieferern pflegen, brauchen wir jetzt dringend auch integrierte Vertriebsprozesse."