Köln. Vom Boom in der Branche der Entwicklungsdienstleister profitiert auch RLE. Der Automobilentwickler verfolgt deshalb ehrgeizige Wachstumsziele. So verbesserten die Kölner 2007 den Umsatz gegenüber dem Vorjahr um rund 50 Prozent auf 83 Millionen Euro.
2008 will RLE-Geschäftsführer Ralf Laufenberg den Umsatz "auf zirka 110 Millionen Euro steigern und 200 neue Mitarbeiter einstellen". "Wir suchen unter anderem Spezialisten aus den Bereichen Elektronik, technische Berechnung, Rohbau und Fahrzeugsicherheit", erläutert Ricardo Arau, Geschäftsführer Technik und Entwicklung. Derzeit beschäftigt RLE weltweit rund 1100 Mitarbeiter.
Zusätzliches Geschäft soll unter anderem ein neuer Standort bringen, den RLE in Wolfsburg plant. Erst zu Jahresbeginn hatte RLE das Unternehmen TeDes Engineering aus Sindelfingen übernommen, ein Spezialist für die Entwicklung von Leichtbaukarosserien sowie Verdeck- und Dachsystemen. Das dort vorgefundene Know-how beim Werkstoff Aluminium hilft RLE jetzt bei Leichtbaukonzepten. Die rund 70 Mitarbeiter in Sindelfingen arbeiten überwiegend in Projekten für die Kunden Daimler und Porsche.
Im März hatte sich RLE zudem 70 Prozent der Anteile an GT Engineering einverleibt, einem schwedischen Entwickler für Antriebsstrang und Fahrwerk. Dadurch soll insbesondere das Geschäft mit den Kunden General Motors und Volvo ausgebaut werden.
Neben der Integration der Zukäufe will sich Laufenberg unter anderem um den Ausbau der Bereiche Fahrzeugsicherheit und Toleranzmanagement kümmern. Aber auch beim Modulgeschäft mit Dächern oder Dachhimmeln sieht der RLE-Chef in den kommenden Jahren gute Wachstumschancen.