Turin. Fiat hat Mexiko für den Standort eines neuen Fahrzeugwerks ins Auge gefasst. Von dort könnte sowohl Südamerika als auch die USA beliefert werden, sagten mit der Situation vertraute Kreise Automotive News Europe. Bereits im vergangenen Monat hat Konzern-Chef Sergio Marchionne zu Finanzanalysten gesagt, dass Fiat zusätzliche Kapazitäten in Südamerika brauche. Außerdem wollen die Italiener die Marke Alfa Romeo Ende 2009 wieder auf dem US-Markt einführen. Die Marke Fiat ist dort nicht vertreten, hat aber ein starkes Standbein in Südamerika. Die Fahrzeuge beider Marken basieren auf den gleichen Plattformen, auch die Motoren sind identisch.
Um sich gegen Dollar-Risiken abzusichern, wollte der Turiner Konzern ursprünglich in den USA ein Werk bauen. Vor kurzem sagte Marchionne aber, dass noch nicht entschieden sei, wo die zusätzlichen Kapazitäten für Südamerika herkommen sollen. Sie dürften aber Teil der Nordamerika-Lösung im Zusammenhang mit der Alfa-Einführung sein. Unternehmenskreisen zufolge stehen dabei zwei Optionen zur Wahl: Entweder kauft Fiat eine stillgelegte Fabrik der großen drei US-Hersteller General Motors, Ford und Chrysler. Oder ein bestehendes Werk von Case New Holland wird ausgebaut. Der Land- und Baumaschinenherstellers bildet eine eigene Sparte im Konzern und verfügt über elf Werke in Nordamerika.