Köln. Mit der vor zweieinhalb Jahren gestarteten Flatrate hat Ford einen Volltreffer gelandet. Zum Paket gehört für die meisten Modelle eine Finanzierung ab einem effektiven Jahreszins von 1,99 Prozent. Dazu gewährt der Hersteller einen hauseigenen Schutzbrief bis zu 80.000 Kilometer Gesamtlaufleistung, eine vierjährige Mobilitätsgarantie und vier Jahre lang kostenlosen Service, ebenfalls bis zu 80.000 Kilometer.
Die Kunden schätzen das Angebot: Derzeit werden rund 60 Prozent aller privaten Neuwagenkäufe bei Ford in Deutschland über die Flatrate finanziert, 2008 waren es sogar 85 Prozent. Im Zuge der Abwrackprämie jedoch sank die Rate. Dennoch ist Ford vom Erfolg des Konzepts überzeugt und baut es weiter aus. Seit Anfang Mai ist die Flatrate auch für Gewerbekunden verfügbar. "Durch die Flatrate haben wir es geschafft, dass die Kunden im Autohaus spürbar weniger das reine Rabattgespräch suchen“, freut sich Ford- Deutschland-Marketingchef Jürgen Stackmann. Ford sei weggekommen vom "bloßen Preisauftritt“, der die Marke bis dahin dominierte.
Die Händler, die sich mit einem gewissen Anteil an der Flatrate-Finanzierung beteiligen müssen, sehen ihren Neuwagenkunden vier Jahre lang regelmäßig im Autohaus. Dabei lässt sich so manches Zusatzgeschäft anbahnen, eventuell auch ein künftiger Neuwagenverkauf. Als weiteren Vorteil für den Handel nennt Stackmann die Möglichkeit zur Inzahlungnahme gut gepflegter Gebrauchtwagen. Allerdings ist die Flatrate erklärungsbedürftig und erfordert deshalb gut geschulte Verkäufer: "Der Verkäufer muss den Wert der Flatrate für den Kunden plausibel darstellen können“, beschreibt Stackmann die Herausforderung.