Hamburg. Während die Zahl der privaten Neuzulassungen wegen der Umweltprämie deutlich stieg, belasteten die Auswirkungen der Finanzkrise auf die Realwirtschaft das Geschäft mit gewerblichen Kunden. So zieht der Arbeitskreis der Autobanken (AKA) seine Halbjahresbilanz. Die Banken der Automobilindustrie haben diese Marktveränderungen nach eigenen Angaben gut gemeistert und ihr Neugeschäft deutlich gesteigert. Insgesamt brachten die herstellerverbundenen Autobanken im ersten Halbjahr rund 704.000 Neufahrzeuge im Wert von 13,6 Milliarden Euro auf die Straße. Das ist ein Plus von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Im Privatkundensegment verzeichneten die Herstellerbanken einen kräftigen Zuwachs von 34 Prozent auf 421.000 Neuverträge. Dominierend waren dabei die Finanzierungen mit einem Anteil von über 80 Prozent im Vergleich zum Leasing. "Dieses Wachstum war möglich, da ein Großteil der Kunden, die die Umweltprämie in Anspruch genommen haben, ihren Fahrzeugbedarf in der Vergangenheit primär auf dem privaten Gebrauchtwagenmarkt abgedeckt haben", erläutert Klaus Bentz, Sprecher des Arbeitskreises Autobanken (AKA).
Die Auswirkungen der Finanzkrise führten zu einem starken Rückgang des gewerblichen Fahrzeuggeschäfts (-24,6 Prozent, Quelle: KBA). Bei den Mitgliedern des AKA war das gewerbliche Geschäft nur mit sechs Prozent rückläufig. Insgesamt wurden 283.000 Fahrzeuge von gewerblichen Kunden geleast oder finanziert.
Bedingt durch die Umweltprämie war das Gebrauchtwagengeschäft der Herstellerbanken im ersten Halbjahr 2009 erwartungsgemäß leicht rückläufig. Mit rund 303.000 finanzierten und geleasten Gebrauchtwagen (-2,9 Prozent) blicken die Autobanken jedoch auf eine "insgesamt zufriedenstellende Entwicklung in der ersten Jahreshälfte zurück".