Wolfsburg. Nach etlichen Fahrzeugherstellern und Zulieferern, die angesichts der Absatzkrise bereits Kurzarbeit einführen mussten, stehen nun auch bei Volkswagen entsprechende Maßnahmen an. Wie das Unternehmen heute (20. Januar) offiziell mitteilte, wurde "für einzelne Bereiche" der inländischen VW-Werke eine Kurzarbeitsphase beschlossen, die sich vom 23. bis zum 27. Februar erstrecken wird. Ausgenommen wird vor allem der Bereich Forschung und Entwicklung sowie ein Teil der Komponentenfertigung. Insgesamt rechnet VW mit rund 60.000 von der Kurzarbeit betroffenen Mitarbeitern.
"Mit dieser vorübergehenden Einschränkung der Produktion setzen wir konsequent unseren Kurs fort, die Fertigungskapazität maßvoll der Nachfrage anzupassen", erklärte Jochen Schumm, bei Volkswagen als Personalleiter zuständig für den Heimatmarkt Deutschland. VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh begründete die Notwendigkeit der Einführung von Kurzarbeit damit, dass von der Belegschaft die Überstundenkonten "mittlerweile weitestgehend abgebaut" worden seien. Ein finanzieller Nachteil drohe den Betroffenen nicht, da das Unternehmen deren Kurzarbeitergeld aufstocken werde. In den regulären Dreischschichtbetrieb will VW am Sonntag, 1. März, wieder einsteigen.