Flensburg. Vor allem die Importmarken haben im starken Neuwagen-Juni in Deutschland profitiert, ergeben Daten des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA). Spitzenreiter bei den Zuwächsen unter den größeren Herstellern waren demnach im Juni Renault/ Dacia, die ihren Absatz gegenüber Juni 2008 um 96,9 Prozent steigern konnten. Bei Kia betrug der Zuwachs 86,1 Prozent, bei Fiat 82 Prozent, bei Citroen 78,2 Prozent und bei Hyundai 72,1 Prozent. Der Gesamtmarkt legte um 40,5 Prozent auf 427.111 Neuwagen zu. Überdurchschnittlich mehr Fahrzeuge verkauften auch Opel (plus 56,1 Prozent), Skoda (plus 52,6 Prozent), VW (plus 52,1 Prozent), Peugeot (plus 43,7 Prozent) und Ford (plus 40,9 Prozent). Eine Übersicht zu allen Marken finden Sie im PDF "KBA Juni 2009" unter diesem Beitrag).
Die Premiumhersteller konnten von dem hauptsächlich durch die Abwrackprämie ausgelösten Boom erneut weniger profitieren. So stiegen die Verkäufe von Audi (plus 18,5 Prozent), BMW/ Mini (plus 15,4 Prozent), Mercedes (plus 7,5 Prozent) und Porsche (plus 5,3 Prozent) zwar, jedoch deutlich geringer als der Gesamtmarkt.
Nur wenige Marken schafften im Juni das Kunststück, weniger Wagen als im Vorjahresmonat an Käufer zu bringen. Dies waren Chrysler (minus 49,7 Prozent), Daihatsu (minus 55 Prozent), Land Rover (minus 23,9 Prozent), Mazda (minus 0,1 Prozent) und Saab (minus 72,4 Prozent).