Frankfurt/Genf. Die Neuordnung der Kfz-Steuer sowie die Umweltprämie haben auf dem deutschen Pkw-Markt einen deutlichen Nachfrageschub ausgelöst, teilte der Verband der Automobilindustrie (VDA) am Dienstag mit. Die Zahl der Neuzulassungen stieg im Februar um 21 Prozent auf 278.000 Einheiten. "Dies ist das höchste Absatzniveau in einem Februar seit zehn Jahren", sagte VDA-Präsident Matthias Wissmann auf dem Genfer Automobilsalon. "Die Neuzulassungen haben damit seit über sechs Monaten erstmals wieder positive Wachstumsraten. Wir erwarten, dass auch im gesamten 1. Quartal der Inlandsabsatz über Vorjahresniveau liegen wird", sagte Wissmann. Der inländische Pkw-Auftragseingang, der bereits in der letzten Januarwoche um 16 Prozent zugelegt hatte, wuchs im Februar sprunghaft um 63 Prozent.
Die positiven Auftragseingänge aus dem Inland werden sich in den nächsten Monaten weiter positiv in den Neuzulassungszahlen niederschlagen, so der VDA-Präsident. Dieser Schub habe bei einigen Herstellern bereits dazu geführt, dass beabsichtigte Kurzarbeit wieder zurückgenommen oder deutlich reduziert wurde. "Wir haben die Chance, trotz des schwierigen Umfeldes in diesem Jahr die 3-Millionen-Marke bei den Pkw-Neuzulassungen zu knacken’", sagte Wissmann. Damit werden die neue Kfz-Steuer und die Umweltprämie ihre „Brückenfunktion“ im laufenden Jahr erfüllen und ein Gegengewicht zum äußerst schwachen Exportgeschäft bilden.
Wissmann betonte, dass sich die Kunden, die jetzt in die Autohäuser kommen, nicht nur für einen neuen Kleinwagen entscheiden, sondern durchaus auch Modelle der Kompakt- und Mittelklasse wählen. "Eine erste Analyse zeigt zudem, dass nahezu jeder zweite Kunde, der sein Altauto zum Verwerter bringt, ein neues Modell einer deutschen Konzernmarke wählt."