München. Im laufenden Jahr ist die Zahl der in Russland produzierten Pkw um fast zwei Drittel eingebrochen - während von Januar bis Mai der allgemeine russische Industrieausstoß nur um 15,6 Prozent zurückging. Dies geht aus einer Studie von BDW Automotive hervor. Demnach liefen in den ersten fünf Monaten nur 230.234 Autos von den russischen Bändern (minus 64,3 Prozent).
Ein Grund für den massiven Rückgang ist der um 47 Prozent eingebrochene Pkw-Absatz in Russland. Hinzu kommt eine Überproduktion in 2008. Ein weiterer Grund ist laut BDW, dass in früheren Jahren vor allem leistungsschwache Pkw mit weniger als 90 PS gebaut wurden. Mittlerweile überwiegen leistungsstärkere und damit teurere Pkw (siehe nächstes Bild).
Nach Schätzungen der Spezialisten von BDW Automotive wird im gesamten Jahr 2009 die Zahl der in Russland gebauten Autos auf unter 700.000 sinken - 2008 waren fast 1,5 Millionen Autos produziert worden. Damit würde der bisherige Tiefstwert aus dem Jahr 1994 unterschritten. Ab 2010 rechnet BDW wieder mit einem Aufschwung.