Detroit/ New York. Das Auslaufen der US-Abwrackprämie im August hat dem US-amerikanischen Automarkt im September einen deutlichen Absatzrückgang beschert. Insgesamt schrumpfte der US-Markt laut Experten um 22,7 Prozent auf 745.997 neu zugelassene Fahrzeuge. Branchenkenner rechnen nun nach dem Ende des Programms "Cash for Clunkers" (Bares für Schrottkisten) im August mit einem neuen Aufflammen der Rabattschlacht der Hersteller in den USA.
VW, Porsche und BMW sorgten aus deutscher Sicht für Lichtblicke am US-Automarkt. BMW hat im September zum ersten Mal im laufenden Jahr mehr Autos verkauft als im entsprechenden Vorjahresmonat. Insgesamt sei der Absatz um 3,6 Prozent auf 19.175 Fahrzeuge geklettert, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Dabei wurden mit 15.047 Autos der Marke BMW 2,1 Prozent mehr verkauft als im Vorjahr. Der Mini steigerte den Absatz um 9,7 Prozent auf 4128 Stück.
Volkswagen hat im September in den USA etwas mehr Fahrzeuge verkauft als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Der Absatz sei um 1,5 Prozent auf 17.358 Stück gestiegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Herndon mit. Seit Jahresanfang verzeichnete Volkswagen ein Minus von 8,9 Prozent auf 159.780 Fahrzeuge. Bei der Tochter Audi sank die Zahl verkaufter Fahrzeuge zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 4,9 Prozent auf 7209 Einheite. Seit Jahresanfang hat der Autobauer mit 59.518 Fahrzeugen 9,6 Prozent weniger verkauft.
Der Absatz von Porsche stieg um rund acht Prozent auf 1581 Stück. Positiv hätten sich die Verkaufszahlen der hochpreisigen 911er Baureihe entwickelt, hieß es weiter. Vom Carrera seien 720 Fahrzeuge verkauft worden, 40 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Auch die kleinere Mittelmotor-Baureihe verzeichnete Zuwächse. Das Coupe Cayman legte um 140 Prozent auf 175 Stück zu. Vom offenen Boxster wurden 151 Fahrzeuge verkauft, ein Plus von 24 Prozent. Um über ein Viertel auf 535 Einheiten schrumpfte dagegen die Nachfrage nach dem Geländewagen Cayenne.
Daimler hingegen hat in den USA im September einen weiteren Absatzrückgang hinnehmen müssen. Die Verkäufe sanken im Vergleich zum Vorjahresmonat um 13,4 Prozent auf 17.799 Personenwagen, wie aus der am Donnerstag in New York veröffentlichten Unternehmensmitteilung hervorgeht. Dabei brach der Absatz des Stadtwagens Smart um über die Hälfte auf 814 Stück ein. Die Kernmarke Mercedes-Benz verbuchte einen Verkaufsrückgang von knapp zehn Prozent auf 16.985 Stück. Nach einem Dreivierteljahr liegen die Verkäufe um fast ein Viertel unter dem Vorjahr. Der Absatz ging von Januar bis September von 195.454 auf 147.834 Fahrzeuge zurück.