Remscheid. Der insolvente Zulieferer Edscha hat von seinen Kunden Daimler und Volkswagen "zwei größere Aufträge im Karosseriebereich erhalten“, erklärte der vorläufige Insolvenzverwalter Jörg Nerlich gegenüber Automobilwoche. Weitere Details, etwa zum Auftragsvolumen, wollte er nicht verraten. Zudem gab er bekannt, dass 2210 der 2300 Arbeitsplätze in Deutschland erhalten bleiben. Die 90 Stellen werden am Sitz der Holding in Remscheid sowie am Standort in Hengersberg gestrichen.
Bei der Suche nach einem Investor ist Nerlich zuversichtlich, "bis zum Spätsommer eine Einigung mit einem oder mehreren potenziellen Partnern erzielen zu können“. Dabei sei es möglich, schneller einen Investor für den Cabrio- als für den Karosseriebereich zu finden. Der Grund dafür liegt in der Komplexität des Karosseriegeschäfts mit vielen Produkten und Kunden. "Für Investoren dauert es deshalb länger, sich hier einen Überblick zu verschaffen.“ Es gebe aber auch potenzielle Investoren, die an beiden Bereichen interessiert sind. Anfang Mai entscheidet das Amtsgericht Wuppertal über die Eröffnung des Insolvenzverfahrens.